Überblick über das christliche Bildungswesen
Von Elizabeth Green

Buchbesprechung von John Shortt

Mapping the Field ist ein wichtiges Buch und ist wahrscheinlich von Interesse  für viele Leser dieses Rundbriefes. Es ist eine Zusammenfassung aktueller Forschungsergebnisse über die Auswirkung von Schulen mit christlichem Ethos.  Das Buch kann kostenlos von der Theos Website heruntergeladen werden, einem theologischen Thinktank mit Sitz in Großbritannien und Nordirland, der gemeinsam mit dem Stapleford-Zentrum das Buch in Auftrag gegeben hat.

Die Autorin Elizabeth Green, welche vor kurzem an der Oxfort Universität ihre Promotion abgeschlossen hat, war selbst Schülerin einer freien christlichen Schule. Ihre Recherchen für dieses Buch wurden von Trevor Cooling beaufsichtigt.

Auch wenn die Forschungsergebnisse, die in diesem Buch dargestellt werden, hauptsächlich aus England und Wales stammen, so hat die Autorin doch eine erhebliche Anzahl von Studien aus anderen Teilen der Welt mit in den Überblick einbezogen. Wegen der Vielfalt von untersuchten Schulformen, verschiedenen Forschungsmethoden und unterschiedlichen theologischen Ansichten der Primärstudien, war die Übersicht eine sehr komplexe Angelegenheit für die Autorin. Anscheinend nicht abgeschreckt durch diese Komplexität, hat sie sorgfältig ihre Recherchen durchgeführt und vermittelt uns einen umfassenden und potentiell hilfreichen Bericht.

Das Hauptergebnis der Arbeit sind Beweise für eine generell positivere Haltung zum Glauben und eine bessere geistige Gesundheit von Schülern an Schulen mit christlichem Ethos. Auch gibt es Hinweise auf eine positive Auswirkung bezüglich der schulischen Leistung, die nicht durch andere Faktoren, wie häusliche und familiäre Umstände, zu erklären sind.  Die detaillierten diesbezüglichen Ergebnisse sind auf den Seiten 76-82 des Buches zu finden.

Dr. Green beendet ihr Werk mit der Forderung nach weiteren Studien, die sie als notwendig und hilfreich erachtet. Anschließend präsentiert sie einen Rahmen für weitere Studien (in einer Tabelle zusammengefasst auf Seite 85) – was ein nachhaltiges Erbe dieser Arbeit werden dürfte. Sie sagt, dass die unterschiedlichen Verständnisse der Schulen für das spezifisch Christliche besonders wichtig seien, und identifiziert vier unterschiedliche Kategorien, in denen eine Schule mit christlichem Ethos ihre Hauptidentität findet:

   1) Die persönliche Identitätsfindung im Kontext einer christlichen Schulgemeinschaft.

   2) Die Förderung des Wohlbefindens und der Spiritualität aller Schüler.

   3) Die Ausbildung von Charakter und von engagierten Staatsbürgern

   4) Die Verbesserung der schulischen Leistung.

Diese schließen sich nicht gegenseitig aus, denn wie die Autorin sagt: „Eine Schule gründet ihre Hauptidentität auf einen dieser vier Punkte, hat aber auch Einfluss auf die anderen Punkte. Zum Beispiel kann eine Schule in Kategorie Eins das Ziel haben, den Glauben ihrer Schüler zu fördern, fördert aber den Charakter aller Schüler unabhängig von ihrem Glauben."

Am Ende des Buches gibt es eine Bibliographie mit 121 Werken (welche in sich schon eine Schatzkiste für diejenigen darstellt, die sich durch das Buch zu weiteren Recherchen angespornt fühlen). Im Anhang befindet sich eine Liste von Datenbanken, die sehr hilfreich nach Schlüsselworten sortiert sind. (z.B., attainment, attitude, Catholic, international, new Christian schools, etc.)

Allen Lesern dieses Rundbriefes möchte ich dieses Buch herzlich empfehlen. Es kostet nichts, da es umsonst angeboten wird, alles was man braucht, ist ein Mausklick!

John Shortt